Das Lüngerl der Metzgerei Heindl im Test – So muas a Lüngerl schmecka!

Heute teste ich mal das Lüngerl der Metzgerei Heindl aus Untergriesbach. Um ehrlich zu sein hab ich das schon öfter gehabt und war jedes Mal voi begeistert. Heute ist es deshalb echt mal an der Zeit euch das hier mitzuteilen. Dieses Fertiggericht hat es mehr als verdient.

Wer hat´s Lüngerl gemacht – die Metzgerei Heindl

Die Metzgerei Heindl aus Untergriesbach kann mit Stolz auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits seit 1889 verspricht man eine konsequent ehrliche Qualitätssicherung vom Stall bis auf den Teller. Der Familienbetrieb wird aktuell in der 4. Generation geführt und auch die fünfte ist ebenfalls schon integriert. Carmen Heindl darf sich seit Ende 2018 sogar „Fleischsommelier“ nennen – Gratuliere! Ich finde die Geschichte der Metzgerei Heindl überaus interessant und mag es einfach bei solch „alteingesessenen“ Betrieben einzukaufen. Da weiß man nämlich wirklich was man bekommt.

Lüngerl, Saure Lunge, Beuschel …

Es gibt viele Namen für dieses traditionelle Gericht, bei dem es sich um ein Ragout aus Innereien handelt. Den Ursprung hat das klassische Lüngerl (Beuschel) aus der Wiener Küche. In der bayerischen, böhmischen und österreichischen Küche verwendet man meistens Lunge und Herz vom Kalb, Schwein oder Rind. Mancherorts werden darin aber auch Nieren, Milz und Zunge verarbeitet. In der Regel wird das Lüngerl als Vorspeise serviert, zusammen mit Semmelknödel ist es aber auch durchaus eine gschmackige Hauptspeise.

Das ist drin im Lüngerl der Metzgerei Heindl

Wie immer bei meinen Checks von Fertiggerichten zuerst ein Blick auf die Zutatenliste. Das ist also drin im Heindl-Lüngerl:

Zutaten: Lüngerl gebeitzt (Schweineherz, Schweinelunge, Trinkwasser, Speisesalz, Kräuter, Essig), Trinkwasser, Einbrenne (Butterschmalz, Trinkwasser, Weizenmehl), Zucker, Rotwein, Gewürze, Kräuter, Dextrose, Speisesalz, Zwiebeln, Gewürzextrakte, Pflanzenfett, Lauch, Essig

Und so schmeckt das Lüngerl

Wie ich in der Überschrift schon geschrieben hab schmeckt es so wie ein Lüngerl einfach schmecken muss. Natürlich klingt das jetzt sehr allgemein und wer noch kein Lüngerl gehabt hat weiß damit bestimmt nichts anzufangen. Meiner Ansicht nach muss ein gscheids Lüngerl schon sehr sauer sein. Sagt ja auch der Name „Saure Lunge“ schon aus. In der richtigen Beize liegt hier das eigentliche Geheimnis. Bei so manch anderem „Fertiglüngerl“ vermisst man das schon sehr. Beim Heindl Lüngerl passt das einfach optimal.

Dann kommt es natürlich darauf an das Ganze mit Gewürzen optimal abzustimmen. Auch das wurde hier optimal umgesetzt. Das Lüngerl vom Heindl schmeckt so lecker wie ich es von meiner Kindheit her kannte. Meine Oma möge mir das verzeihen, aber das ist wirklich so. Ich muss bei dem Beuschel in keinster Weise Essig nachträglich dazugeben oder nachwürzen. Und das will bei mir echt was heißen.

Bei unserem Test heute gab´s ins Lüngerl mal Spinatknödel was auch wunderbar passte. Es muss ned immer Semmelknödel sei 😉

Wo bekommt man es?

Natürlich in allen Filialen der Metzgerei Heindl. Also in Untergriesbach, Hauzenberg, Büchlberg, Obernzell, Passau/Neustift und so weiter. Hier eine Übersicht der Heindl Filialen. In diversen Supermärkten welche regionale Produkte anbieten findet man auch immer öfter Fertigprodukte der Metzgerei Heindl. Einen Online Shop wo man es bestellen könnte gibt es leider (noch) nicht allerdings denke ich das man sich da schon was schicken lassen könnte wenn man die Heindls kontaktiert. Besucht dazu doch einfach die Homepage der Metzgerei Heindl.

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