Saflor – Der „Falsche Safran“ mit enormer Färbekraft

Saflor, der oft als „Falscher Safran“ genannt wird, duftet warm und süßlich und hat eine enorme Färbekraft. Die meisten beziehen ihn aus Indien und mögen ihn wegen seiner blumigen, leicht moschusartigen Note. Er ist wesentlich günstiger als Safran, geschmacklich weniger durchdringend als dieser und färbt alles schön dunkel-orange.

Saflor getrocknet

Herkunft und Erntesaison von Saflor

Saflor kommt ursprünglich aus Vorderasien und Nordafrika. Heutiger Anbau vor allem in Indien, aber auch in Israel, der Türkei, den USA, Kanada und Australien.

Saflor ist eine distelähnliche, einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) mit dornigen Laub- und gelben bis orange-roten Blütenblättern. Die Blüten werden im Spätsommer geerntet, wenn die meisten Laubblätter braun und die Stängel fast ausgetrocknet sind. Die Blütenblätter werden in der Sonne getrocknet und grob zerkleinert.

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Die Färberdistel, wie Saflor auch genannt wird, dient der Ölgewinnung (aus den Samen) und wird seit Tausenden von Jahren zum Färben von Textilien verwendet. Sogar das Grab des Tutanchamun soll mit einem Kranz aus roten Saflorblüten geschmückt gewesen sein.

Die gelb-orangen Röhrenblüten des Saflors ähneln dem um ein vielfaches teureren Safran derart, dass ihm das dem Namen Safranersatz oder Falscher Safran eingebracht hat. Regelmäßig sorgt dies für Enttäuschungen; immer wieder begegnet man Leuten, die von ihren exotischen Fernostreisen Safran mitgebracht haben welcher sich schließlich als Saflor entpuppt.

Wie kann man sie unterscheiden? Saflorblüten färben Suppen und Brühen orange, während Safran stärker ins rötliche geht. Außerdem sind Safranfäden viel dünner und nicht so gerade wie Saflorblüttenblätter.

In der westlichen Küche ist die Nutzung von Saflor als Gewürz noch nicht sehr verbreitet. In Indien hingegen ist er essenzieller Bestandteil von Schmor- und Reisgerichten. Die Portugiesen verwenden ihn für Fischeintöpfe und Saucen, und auch in der Küche des Nahen Ostens, Aserbeidschan und Syriens schätzt man sein Aroma und seine färbende Wirkung.

Traditionelle Verwendung

  • Safloröl
  • Mit Saflor gefärbter Reis
  • Piti (Lamm-Kichererbsen Eintopf) – Aserbeidschan
  • Eingelegte Zitronen – Naher Osten
  • Fischeintopf – Portugal

Würztipps und harmonische Gewürze:

  • Mango-Chutney
  • Kürbiscremesuppe
  • Cheddarsuppe
  • Kichererbsenpüree
  • Gekochte Kartoffeln
  • Wan Tan mit Garnelen

In Gewürzmischungen passt Saflor sehr gut zu Asant, Kardamom, Ingwer, Fenchel und Zitronenschale

Rezeptideen:

  1. Saflor in siedendes Salzwasser streuen und Nudeln darin kochen.
  2. Gemahlenen Saflor mit Mayonnaise, Zitronensaft und Estragon verrühren und zu pochiertem Lachs reichen.
  3. Blumenkohl in einem Sud aus Apfelessig, Zucker, Salz und gemahlenem Saflor sauer einlegen.

Quelle und Buchtipp

Dieser Artikel stammt aus dem Buch “GEWÜRZE Auswählen – Kombinieren – Schmecken” vom New Yorker Gewürz-Guru Lior Lev Sercarz.

Dieses 2017 in Deutschland erschienene Fachbuch zum Thema lecker Gewürze ist in unseren Augen eines der besten seiner Art. Können wir also wirklich wärmstens empfehlen.

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Euere Erfahrungen mit Saflor?

Habt Ihr schon mal Erfahrungen mit dem Gewürz gemacht? Würde uns sehr freun wenn Ihr uns diese hier kurz mitteilt.
Danke und bis bald.

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