Kokosnuss – Sonne, Strand, Meer und Palmen

Fast Jeder von uns verbindet die Kokosnuss mit Urlaubsgefühlen. Das liegt wohl daran dass die Kokospalme nur im tropischen Klima und in Meeresnähe gedeiht. Zum Glück kann man die Kokosnuss bei uns das ganze Jahr über im Supermarkt kaufen. Es werden aber nicht nur ganze Kokosnüsse angeboten, auch bereits ausgelöstes Kokosfleisch, geraspeltes Kokosfleisch und Kokosmilch ist im Markt zu finden. In der asiatischen, afrikanischen, indischen, indonesischen und südamerikanischen Küche ist Kokoswasser eine der wichtigsten Zutaten. Mit dem Kokoswasser werden Soßen, Suppen und die meisten Gereichte verfeinert.

Kokospalme – Baum des Lebens

Die Kokosnuss ist die Frucht der Kokospalme, die zur Familie der Palmengewächse gehört. Bei der Kokospalme wird zwischen 2 Arten unterschieden.  Die Großwüchsige der beiden kann 25 bis 30 Meter hoch und bis zu 100 Jahre alt werden. Die zwergwüchsige Kokospalme dagegen wird bis zu 6 Meter hoch wird aber nicht älter als 50 Jahre. Bei der Kokosnuss handelt es sich um die größte Frucht im Pflanzenreich überhaupt. Unter der sehr harten und holzigen Schale befindet sich ein essbarer hohler Kern.

Unreif ist die Frucht wenn der Kern noch mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt ist, diese Flüssigkeit geht während der Reifung zurück. Jedoch wächst dort dann das weiße Fruchtfleisch. Man sollte aber beim Kauf der Kokosnuss unbedingt darauf achten, dass noch ein Rest des Kokswasser in der Kokosnuss zu hören ist.  Nüsse, welche kein Wasser mehr haben, werden schneller ranzig da diese Nüsse bereits vollständig ausgereift sind.

Der Ursprung der Kokospalme wird in der pazifischen Inselgruppe Melanesien vermutet. Die Kokosnuss verbreitet sich In den Anfängen ohne menschliches Zutun. Kokosnüsse, welche von der Palme direkt ins Meer fielen, wurden durch die Meeresströmung zu anderen Inseln getragen.  Wochenlanges Treiben im Meer war der Kokosnuss dank Ihrer harten Schale möglich, sogar ohne dabei an Geschmack einzubüßen. Wegen Ihrer guten Lagerfähigkeit, unkomplizierten Handhabung und ihres hohen Gehaltes an gesundheitsfördernden Substanzen waren es dann die Seefahrer, welche die Kokosnuss in verschiedene Regionen der Welt brachten und die Kokosnuss als Proviant schätzten.

Inhaltsstoffe der Kokosnuss

Die Kokosnuss hat so viele wertvolle Inhaltsstoffe, dass man sich ausschließlich und allein von der Kokosnuss längere Zeit ernähren könnte, ohne irgendwelche Mangelerscheinungen aufzuweisen. Das weiße Fruchtfleisch hat zwar einen sehr hohen Kaloriengehalt, überzeugt aber durch ein hohes Gehalt an Nährstoffen wie: Kalium, Kupfer, Eisen , Magnesium, Vitamine der B-Gruppe, Folsäure, Zink und Phosphor und außerdem hat das Fruchtfleisch einen sehr hohen Ballaststoffgehalt sowie zahlreiche Spurenelemente wie Zink, Jod, Schwefel, Mangan.  Auch das Kokoswasser enthält sehr viele Nährstoffe. Der Nährstoffreichtum der Kokosnuss beruht auf der Tatsache, dass die Palmen in Meeresnähe wachsen, Ihre Wurzeln nehmen so kontinuierlich das mineralstoffreiche Salzwasser auf. Die Mineralstoffe werden in den Stamm gespeichert und gehen von dort aus in die Kokosfrucht über.

Das Öffnen einer Kokosnuss ist nicht ganz einfach. Es erfordert handwerkliches Geschick. Ein kleiner Tipp: Mit einem Hammer und einem Nagel Löcher in die Keimporen der Kokosnuss schlagen. Dann als erstes das Kokoswasser in einer Schale aufsammeln. Die Nuss danach mit einer Säge bis zur Hälfte aufsägen und anschließend mit dem Hammer zerschlagen.

Interessant ist, dass auch heute noch alle Bestandteile der Kokospflanze genutzt werden. Aus der den Kern umhüllenden harten und sehr festen Schale werden wasserdichte Behälter hergestellt. Die Fasern der Kokosnussschale werden zu Fischernetzen und Tauen verarbeitet. Baumaterial für Häuser und sogar Boote, liefert das Holz der Kokosnusspalme. Selbst die Palmwedel dienen als Baumaterial und werden in Europa als Delikatesse geschätzt. Die Delikatesse sind die sogenannten Palmherzen, das ist das essbare Mark der jungen Triebe am oberen Ende einer Palme.  Die enthaltene Flüssigkeit in der Kokosnuss dient als durststillende Flüssigkeit. Aus dem Fruchtfleisch wird Koksmilch und Kokosöl gewonnen.

Kokoswasser, Kokosmilch und Kokosöl

Kokoswasser, ist die klare Flüssigkeit, mit der die Kokosnuss von Natur aus gefüllt ist. Das Wasser reduziert sich im Reifeprozess der Kokosnuss. Das Kokoswasser dient hauptsächlich als Durstlöscher. Es gilt als fettfrei. Außerdem hat Kokoswasser im Vergleich zu anderen Säften einen klaren Vorteil. Trotz seines schmackhaft, angenehm süßen Geschmacks, weist das Kokoswasser nur einen sehr geringen Zuckeranteil auf. Im direkten Vergleich zu Apfelsaft ist es z.B. nur ein Fünftel der Zuckermenge.

Kokosmilch, für Ihre Herstellung wird das frische Fruchtfleisch der Kokosnuss aus der Schale geraspelt. Mit Hilfe eines Tuches werden die Raspeln ausgepresst (Heute erfolgt dieser Vorgang meist maschinell). Durch das Pressen erhält man eine dickflüssige und sehr fetthaltige Kokoscreme. Die viel dünnflüssigere und fettärmere Kokosmilch entsteht durch weitere Pressvorgänge und durch die Zugabe von Wasser. Bei uns im Supermarkt ist die Kokosmilch meist in Dosen oder im Tetra Pack erhältlich.

Kokosöl, entsteht durch moderne Filtertechnik. Die Herstellung funktioniert ähnlich wie die Trennung von Magermilch und Sahne. Das Kokosöl wird nicht nur als Speisefett verwendet. Auch zur Herstellung von Kosmetikartikeln wird es benötigt.  Kokosnussöl soll sich positiv für die Normalisierung der Körperfettwerte auswirken.

Die Bewohner der pazifischen Inseln schätzen schon immer die heilende und gesundheitsfördernde Wirkung der einzelnen Bestandteile der schmackhaften Kokosnuss!

 

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