Mit dem Spanferkel in die Grillsaison: Tipps und Tricks für eine perfekte Zubereitung

Mit dem nahenden Sommer beginnt für uns Deutsche die schönste Zeit des Jahres: Die Grillzeit im Garten oder Balkonien, mit der Familie oder Freunden! Egal, ob auf dem Kugelgrill heiß erhitzt oder im Smoker langsam gegart – Steak, Würstchen und Rippchen brutzeln fleißig vor sich hin. Wer etwas Abwechslung in die traditionelle Grillküche bringen möchte, versucht sich diese Saison an einem Spanferkel – eine besondere Spezialität, die das gesamte Barbecue-Team satt macht!

Ein Spanferkel ist ein junges Hausschwein, was im Ganzen (aber ohne Innereien) gebraten oder gegrillt wird – auch die Schwarte und die dünne Speckschicht, welche sich darunter befindet, werden nicht entfernt. Das Gericht erfreut sich vor allem in Europa besonderer Beliebtheit, da das Fleisch des Spanferkels besonders zart und von mildem Geschmack ist – dies und die helle Fleischfarbe werden durch das Alter des Ferkels begünstigt, wohingegen ältere Schweine ein zäheres Fleisch besitzen.

Ein Spanferkel wird traditionell am Spieß drehend über dem offenen Feuer oder Grill (vergleiche dazu https://www.grillportal.com/grilltipps/spanferkel-grillen.html ) zubereitet und erfreut sich so einer besonderen Faszination bei jedem Grillfest. Anders, als der Name aber vermuten lässt, entstammt die Bezeichnung “Span” nicht der Ursache, dass sich das Schwein an einem Holz- oder Metallspieß wendet, sondern wird aus der mittelhochdeutschen Bezeichnung “spen” für neuhochdeutsch “säugen” abgeleitet, da sich das Tier zum Zeitpunkt des Schlachtens noch im Säugealter befindet.

Zubereitung mit dem Gasgrill

Entgegen der traditionellen Zubereitungsart über einer Feuerstelle, lässt sich das Spanferkel auch problemlos auf dem Gasgrill für den Verzehr bereiten. Auch hier erfolgt die Vorbereitung des Fleisches auf gleiche Weise wie beim Holzkohlegrill: Die Haut des Schweines wird rautenförmig eingeschnitten (Dabei wirklich nur in die Haut, nicht in das Fleisch schneiden!) und der gesamte Körper wird mit grobem Meersalz eingerieben. Damit das Salz gut in die Ritzen einziehen kann, sollte es anschließend eine bis zwei Stunden kühlgestellt in Ruhe gelassen werden.

Nachdem der Gasgrill auf 130° bis 150° Grad vorgeheizt wurde, kann das Spanferkel indirekt (d.h. während links und rechts der Brenner auf kleinster Stufe ist) und mittig aufgelegt werden. Nun gilt es – optional – dass Schweine jede volle Stunde mit etwas Salzwasser oder Bier zu bestreichen und sich ansonsten die Grillzeit von 5-6 Stunden mit anderen Aktivitäten im Garten zu versüßen. Bei einer Kerntemperatur von 75° Grad ist das Spanferkel fertig und kann nach einer kurzen Abkühl- und Ruhezeit angeschnitten und serviert werden!

Zubereitung im Ofen

Hat man keinen Grill zur Verfügung oder werden einem die Grillpläne durch schlechtes Regenwetter vermiest, müssen die Gäste trotzdem nicht leer ausgehen: Ein Spanferkel lässt sich auch gut im eigenen Küchenofen zubereiten. Auch hier sollte das Ferkel vorher mit Meersalz eingerieben werden. Nach der anschließenden Ruhezeit wird das Schwein mit der Innenseite nach oben auf den mittleren Rost gelegt. Unter das Fleisch sollte ein feuerfester Behälter gestellt werden, in welchen etwa ein Liter Wasser gefüllt werden sollte. Nach Belieben kann man dieser Flüssigkeit auch noch einen Schluck Sherry, 2-3 Lorbeerblätter, einige Stengel Rosmarin oder andere Kräuter hinzugefügt werden.

Nun wird das Spanferkel im vorgeheizten Backofen (150° Grad Unter-/Oberhitze) circa zweieinhalb Stunden gebraten. Nachdem das Tier nach dieser Zeit einmal gewendet wurde, wird der Ofen auf 200° Grad hochgestellt und das Fleisch nochmals für 10 bis 15 Minuten gebraten, bis die Haut schön knusprig ist. Bei dieser Zubereitungsart gilt es besonders darauf zu achten, dass das Schwein nicht zu heiß gebraten wird, da sonst die Haut verbrennen kann. Außerdem sollte sie nicht mit dem Wasser aus der Auffangschale in direkten Kontakt kommen, da sie sonst nicht genug knusprig ist.

Die richtigen Maße: Größe & Gewicht

Ein perfektes Spanferkel sollte zwischen zwölf und zwanzig Kilo wiegen – ein schwereres Gewicht zeigt entweder ein überernährtes Tier an, was zu viel Fett enthält oder es ist ein Anzeichen dafür, dass es sich um ein älteres Schwein handelt, welches mitunter nicht mehr so zartes Fleisch liefern kann. In der Regel rechnet man bei der Essensplanung mit einem Kilo Fleisch pro Person. Der durchschnittliche Preis pro Kilo ist auf den deutschen Märkten aktuell bei 12EUR anzusiedeln.

Dabei sollte bedacht werden, dass ein teurere Kilopreis nicht gleichzeitig ein Spanferkel von höherer Qualität verspricht: Hier geht man sicher, indem man bei dem bekannten Ortsmetzger oder einer vertrauenswürdigen Metzgerei im Internet bestellt und sich vorher erkundigt, wie die Haltungskriterien der Ferkel in dem jeweiligen Betrieb sind.

Vom Partyservice bestellen

Möchten Sie sich denn Zeitaufwand des Grillens ersparen, kann auch ein fertig zubereitetes Spanferkel bei einem Partyservice bestellt werden. Wichtig bei der Bestellung eines Spanferkels ist, in Erfahrung zu bringen, bei welchem Metzger das Tier geholt wurde und von welcher Qualität das dort geschlachtete Fleisch ist. Ein seriöser und transparenter Partyservice wird Ihnen diese Informationen auf seiner Webseite oder während der Bestellung sagen können.

Manches Catering bieten zudem an, dass Spanferkel durch einen Mitarbeiter vor Ort zubereiten und grillen zu lassen – dies hat natürlich den Vorteil, dass es frischer ist, als ein fertig gegrilltes und geliefertes Tier. Oft hat man in seinem Ort eine große Auswahl an Partyservices, sodass man in Ruhe vergleichen und entscheiden kann, welche über das beste Preis-Leistungs-Verhältnis verfügt.

Die passende Soße zum Spanferkel

Geschmacklich passt zum Spanferkel eine dunkle Sauce: Die Deutschen essen ihr Schwein am liebsten mit einer Dunkelbiersauce oder einer anderen deftigen Bratensauce. Möchte man kulinarisch ein wenig Abwechslung, ist die spanische Zubereitungsart des Spanferkels besonders schmackhaft und empfehlenswert: Hierbei wird die Marinade für das Fleisch mit einer maritimen Kräutermischung, Knoblauchzehen, Zitronenthymian und Oliven hergestellt und zieht über Nacht 12 Stunden im Kühlschrank in das Fleisch ein. Ein Geschmackserlebnis mit Suchtfaktor!

 

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