Hanföl – wofür wird die heilige Pflanze eingesetzt?

Während Rapsöl oder Olivenöl als tägliche Begleiter in der Küche gelten, ist Hanföl ein wahrer Exot unter den Speiseölen. Völlig zu Unrecht, denn es handelt sich um eines der besten Speiseöle überhaupt. Die Menschen nutzen Hanfsamen und das daraus gewonnene Öl seit Jahrtausenden für ihre Ernährung. Bis in die Mitte des vorletzten Jahrhunderts hielt der Siegeszug des Hanföls an. Dann wurde es still um das Öl der Hanfsamen. Nun heißt es, zurück zu den Wurzeln und die Vorzüge eines altbewährten Heil- und Nahrungsmittels kennenlernen.

Hanföl

Lecker und exquisit

Der Geschmack von Hanföl ist auffallend harmonisch und leicht nussig. Damit harmoniert Hanföl mit verschiedenen Gewürzen und es zeichnet sich eine vielseitige Verwendung als Speiseöl ab. Das ausgewogene Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren macht Hanföl besonders wertvoll für die gesunde und vollwertige Küche.

Eine weitere Besonderheit ist das Vorhandensein der für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften bekannten Gamma-Linolen-Säure. Damit ist das Gourmet-Öl auch ausgesprochen wertvoll für die Gesundheit.

Schonend verarbeitet

Hochwertiges Hanföl ist schonend verarbeitet. Dies beginnt bereits bei der Ernte der von der Fruchtschale umschlossenen Hanfsamen. Das Öl wird gewonnen, indem die Hanfsamen bei niedrigen Temperaturen gepresst werden. Die Pressung erfordert Fingerspitzengefühl, denn die Temperatur sollte 40 Grad nicht übersteigen.

Zuviel Wärme kann das enthaltene Fett und das wertvolle Hanfprotein in seiner Struktur verändern. Kaltgepresste Hanföle enthalten alle wichtigen Nährstoffe in bester Qualität. Hanföl wird in dunklen Flaschen abgefüllt. Diese bewahren den Geschmack und schonen die Inhaltsstoffe.

Wertvoll für die Gesundheit

Hochwertiges Hanföl ist ein wertvoller Beitrag zu einer gesunden Ernährung. Ein schonend gepresstes Öl besitzt eine grünliche Färbung. Dafür verantwortlich ist das enthaltene Chlorophyll. Durch den Anteil an Carotinoiden erhält Hanföl einen leicht goldenen Schimmer. Hanföl ist reich an Beta-Carotin. Die Vorstufe von Vitamin A unterstützt die Augengesundheit und hält die Schleimhäute gesund.

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Ein Allrounder am Herd

In der Küche lässt sich Hanföl wie jedes andere Speiseöl verwenden. Besonders gut geeignet ist das nussige Öl für die kalte Küche. Das wohlschmeckende Hanföl kann zur Verfeinerung von Salaten, Quark oder würzigen Dips verwendet werden. Zum Backen und Braten sollte Hanföl dagegen nicht genutzt werden, denn ab einer Temperatur von 165 Grad nehmen die wertvollen Fettsäuren Schaden.

Gekochte Speisen können jedoch, nachdem man sie vom Herd genommen hat, mit Hanföl verfeinert werden. Als optimale Verzehrmenge gelten ein bis zwei Esslöffel Hanföl täglich.

Die vegane Alternative zu Fisch

Wer sich ausreichend mit Omega-3-Fettsäuren versorgen möchte, sollte viel fetten Seefisch verzehren, so lautet die allgemeine Empfehlung. Allerdings steht Seefisch aufgrund von Umweltgiften und ökologischer Bedenklichkeit nicht selten in der Kritik.

Hanföl bietet hier eine gute Alternative. Wer vegetarisch oder vegan lebt, wird ohnehin auf Alternativen zum Fisch angewiesen sein und den Hinweis auf Hanföl gern annehmen. Damit ist das gesunde und vielseitige Öl auch eine willkommene Geschenkidee für jeden ernährungsbewussten Feinschmecker.

Augen auf beim Kauf

Die Auswahl an Hanföl ist mittlerweile recht ansehnlich. Die Offerten der verschiedenen Hersteller können die Entscheidung für ein hochwertiges Hanföl erschweren. Daher gilt es, die Produktbeschreibungen genau unter die Lupe zu nehmen. Zum Beispiel sollte es sich stets um eine Kaltpressung handeln. Die Inhaltsstoffe sollten detailliert aufgeführt sein. Auch die Optik lässt bereits ein Stück weit auf die Wertigkeit des Hanföls schließen. In dunklen und luftdichten Flaschen sind die Inhaltsstoffe bestmöglich geschützt.

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