Sous Vide – die Vorteile der Garmethode & nützliche Tipps

In der Welt der unterschiedlichsten und neusten Garmethoden den Überblick zu behalten, ist gar nicht so leicht. Auch Sous Vide zählt zu den Garmethoden. Anders als beim Kochen oder Braten wird das Fleisch bei dieser Variante schonend bei niedrigen Temperaturen gegart. Fleisch, Fisch, Gemüse oder Obst werden hierzu unter Vakuum eingeschweißt und anschließend in ein Wasserbad gelegt. Sous Vide ist eine Art des Niedrigtemperaturgarens und keinesfalls eine neue Erfindung. Bereits in den 1970er-Jahren versuchte sich ein ambitionierter Koch an dieser Technik, deren Potenzial erst in den letzten Jahren von Spitzenköchen entdeckt wurde.

Zum Sous Vide Garen gibt es heutzutage unzählig viele verschiedene Geräte, die oft ziemlich teuer sind. Die Temperatur überschreitet bei der Zubereitung nie die 100 Grad Marke. Neben der präzisen Kontrolle über die Temperatur bringt Sous Vide noch einige weitere Vorteile im Gegensatz zu anderen Garmethoden mit sich. Diese möchten wir Ihnen in diesem Artikel vorstellen. Auch erfahren Sie, welches Equipment die Methode erfordert und was Sie unbedingt beachten sollten, damit das Ergebnis perfekt wird.

Vorgehensweise beim Sous Vide Garen – so funktioniert es

Grundsätzlich müssen Sie nicht viel machen, wenn Sie beispielsweise ein Steak mit den passenden Geräten Sous Vide garen möchten. Besitzen Sie einen Thermalisierer oder ein Thermostat zum Einhängen, müssen Sie lediglich die Temperatur einstellen und Ihr Gerät gart das Fleisch entsprechend. Besonders wichtig ist es dabei, auf die Sous Vide Garzeiten für unterschiedliche Fleischsorten oder Lebensmittel zu achten. Ein Tafelspitz benötigt eine andere Temperatur und Garzeit als beispielsweise ein Filet. Damit ein Rinderfilet medium wird, muss es bei 59 Grad Celsius für 90 bis 180 Minuten gegart werden.

Dabei bekommt das Filet keinen Farbverlauf, da es von innen wie von außen gleichmäßig im Wasserbad gegart wird. Es ist im Grunde unmöglich, das Fleisch zu übergaren oder auszutrocknen, da das Sous-Vide Gerät stetig dieselbe von Ihnen eingestellte Temperatur hält. Nach dem Garen fehlen nur noch die Röstaromen, welche Sie durch kurzes und scharfes Anbraten erreichen. Schon ist Ihr Steak aus dem Wasserbad bereit zum Servieren.

Das sind die Vorteile der beliebten Garmethode – ein Überblick

Wie bereits erwähnt, lässt sich beim Sous Vide der Gargrad exakt kontrollieren. Das ist jedoch nicht der einzige Vorteil. Die Praxis hat gezeigt, dass besonders bei Fleisch der Flüssigkeitsverlust wesentlich geringer ausfällt im Gegensatz zu klassischen Garmethoden. Weiterhin ist diese Variante besonders bei hochpreisigen Lebensmitteln wie teurem Fleisch oder besonderem Fisch beliebt. Wenn Sie viel Geld für die Qualität ausgeben, möchten Sie ja schließlich, dass das Ergebnis so perfekt wie möglich wird. Mit Sous Vide haben Sie es in der Hand und der perfekte Gargrad wird Ihnen mit Sicherheit gelingen.

Gerade Fleischstücke mit einem hohen Anteil an Kollagen wie Ochsenbäckchen werden durch das lange Garen besonders saftig und zart, so wie man es sich wünscht. Ein vollautomatisches Wasserbad bringt Ihnen die nötige Entspannung beim Kochen, da es durch die konstante Temperatur nicht auf ein oder zwei Minuten ankommt. So haben Sie zum Beispiel bei einer Feier oder einem Kochabend mehr Zeit für Ihre Gäste und servieren diesen Lebensmittel in kulinarischer Perfektion.

Welche Geräte werden benötigt? Das Equipment brauchen Sie

Damit es mit der Garmethode professionell klappt, benötigen Sie zwei Geräte. Dazu zählen ein Vakuumierer sowie ein Sous-Vide-Garer. Zu den großen und bei Profi-Köchen beliebten Geräten gehört ein Thermalisierer. Dabei handelt es sich um ein großes Wasserbad mit einem exakt einstellbaren Erhitzer. Ein solches Gerät hat jedoch seinen Preis und ist erst ab rund 800 Euro zu erwerben. Kleinere Einstiegsmodelle gibt es ab etwa 100 Euro, was sich eher für Hobbyköche eignet.

Weitere Varianten sind das Einhängethermostat und der Dampfgarer. Ein Einhängethermostat können Sie in ein Becken jeder Größe wie einen Tauchsieder einhängen und somit die Temperatur kontrollieren. Der Dampfgarer ist ebenso zum Sous Vide Garen geeignet, sofern er eine entsprechende Schublade beinhaltet. In letzter Zeit verbauen immer mehr Hersteller eine solche Schublade in die Geräte, womit Sie gleich 2 in 1 haben, wenn Sie sich für den Kauf entscheiden.

Wichtige Tipps für das perfekte Sous Vide Gericht

Wie bei anderen Zubereitungsarten gibt es auch bei Sous Vide einiges, was man beachten sollte. Deshalb haben wir einige wichtige Tipps für Sie zusammengefasst. Es ist sehr wichtig, bei der Vorbereitung der Lebensmittel hygienisch zu arbeiten. Da die Lebensmittel nicht über den Siedepunkt erhitzt werden, können die Bakterien nicht absterben. Die Zutaten sollten aus diesem Grund so frisch wie nur möglich sein.

Auch muss der Vakuumierbeutel sauber sein. Sie sollten darauf achten, dass Sie diesen nur mit sauberen Händen befüllen und die Naht fettfrei bleibt. Sous Vide eignet sich sehr gut zum Vorkochen von diversen Speisen. Frieren Sie die gegarten Speisen so schnell wie möglich ein und tauen sie bei Bedarf im Kühlschrank wieder für die weitere Zubereitung auf. Seien Sie weiterhin vorsichtig mit den Gewürzen. Bei dieser Garmethode entfalten sich die Aromen viel intensiver. Übertreiben Sie es daher nicht und würzen später lieber noch einmal nach.

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