Das sollte man über Brandy wissen

Bei einem Brandy handelt es sich um einen klassischen Digestif, der auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Ein Brandy kann sowohl allein als auch mit mehreren Personen in einer gemütlichen Runde getrunken werden. Am besten eignet sich ein Brandy bei einem guten Buch auf der Couch oder um an einem warmen Sommerabend den Tag auf der Terrasse ausklingen zu lassen. Dafür sorgen die milde und zugleich würzige Note, die dem Brandy seinen charakteristischen Geschmack verleihen. Wir möchten Ihnen verraten, wie und woraus ein Brandy eigentlich hergestellt wird, in welchen Reifegraden Brandys erhältlich sind und wo dieser auf der Welt überall getrunken wird.

Was ist ein Brandy?

Der Brandy gehört zu den traditionsreichsten Spirituosen überhaupt und schon früh erkannten die Menschen im Süden Europas das Potenzial des Weinbrands. Denn süße, alkoholische Weine eignen sich hervorragend für die Destillation. Heutzutage ist der Brandy weit verbreitet und wird in vielen Ländern auf der Welt getrunken und wer Brandy bei Beste Flasche über das Internet bestellt, der kann sich einige der besten Sorten ganz gemütlich nach Hause liefern lassen.

Während die Bezeichnung Brandy ursprünglich eine verkürzte Form des Wortes Weinbrand darstellte, wird diese heute als Sammelbegriff für eine ganze Reihe von Spirituosen verwendet. Unter anderem wird deutscher, italienischer und spanischer Weinbrand sowie französischer Cognac und Armagnac als Brandy bezeichnet.

Eine Legende besagt, dass portugiesische Kaufleute Weine, die nach England verschifft werden sollten, vor dem Verladen erhitzten, um auf diese Weise Gewicht zu sparen. Als diese dem Wein an ihrem Zielhafen wieder Wasser beifügen wollten und das Destillat zuvor probierten, wurde der Brandy geboren. Wie viel Wahrheit in dieser Geschichte steckt, ist allerdings nicht überliefert.

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Herstellung

Der Begriff Cognac wurde viele Jahre als ein Sammelbegriff für alle Arten von Weinbränden verwendet. Das änderte sich jedoch schlagartig, als die Herkunftsbezeichnung Cognac offiziell geschützt wurde. Die Definition von einem Brandy kann jeder in den geltenden EU-Richtlinien nachlesen und aufgrund der strengen Regularien tragen heute sämtliche erhältlichen Spirituosen den korrekten Namen. So darf ein Brandy ausschließlich aus verifizierten Weinsorten hergestellt werden. Für Destillate aus Traubenmost oder Trester werden dagegen andere Bezeichnungen wie Grappa oder Pisco verwendet.

Zudem muss ein Brandy für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten in einem Fass mit einem Fassungsvermögen von 1000 Litern reifen. In größeren Fässern muss der Brandy dagegen sogar mindestens 12 Monate reifen. Allerdings reifen die meisten Brandys deutlich länger und für die Herstellung einiger besonderer Arten wird sogar die Holzart der verwendeten Fässer vorgeschrieben.

Aromatische Zusätze sind in einem Brandy komplett tabu, diesem dürfen jedoch bis zu 3 % Zucker und Zuckercouleur zugeführt werden.

Die verschiedenen Reifegrade von Cognacs

Für Cognac haben sich im Laufe der Zeit die allgemein gültigen Reifestufen herausgebildet:

  • S. (Very Special) – Reifezeit: mindestens 2 Jahre
  • S.O.P. (Very Superior Old Pale) – Reifezeit: mindestens 4 Jahre
  • O. (Extra Old) – Reifezeit: mindestens 6 Jahre

Cognac muss im Gegensatz zu einem Brandy mindestens für 2 Jahre reifen. Bei den erhältlichen Verschnitten, die aus mehreren Cognacs zusammengemischt werden, lassen sich dagegen nur schwer Angaben zu dem Alter machen. Denn bei den Angaben der Hersteller handelt es sich lediglich um eine Mindestangabe des jüngsten Cognacs, neben dem jedoch auch andere Sorten enthalten sind, die mitunter mehrere Jahrzehnte in einem Holzfass gelagert wurden.

Brandy weltweit

Hergestellt wird Brandy überall wo auch Wein produziert wird, weshalb die besten Brandys aus Spanien, Italien, Frankreich, Portugal, Griechenland und Deutschland kommen. Aus diesen europäischen Ländern stammen einige der besten Weine auf der Welt, welche als Basis für den Brandy verwendet werden.

Hierzulande erfreut sich unter den Liebhabern vor allem spanischer und italienischer Brandy einer großen Beliebtheit. Doch auch der deutsche Weinbrand hat sich innerhalb der vergangenen Jahre von einem „Altherren Getränk“ zu einem beliebten Getränk für Genießer gewandelt.

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