Zwiebel – Wissenswertes, Tipps & Tricks zu Zwiebeln

Die Zwiebel – Unterschätzt und dabei unentbehrlich

Die Zwiebel ist zweifelsfrei das am meisten unterschätzte Gemüse überhaupt. Dabei hat die scharfe Knolle so viel zu bieten, ist super Gesund und in der Küche eigentlich unverzichtbar. Schon die Ägypter wussten bereits vor 3000 Jahren von der Kraft der Zwiebel und so reichte man den ägyptischen Arbeiter die kraftfördernde Knolle sogar in rauhen Mengen. Heutzutage schätz man Zwiebeln aus medizinischer Sicht besonders wegen Ihrer antibakteriellen Wirkung und der Kraft sogar das Krebsrisiko zu minimieren. Da wir aber hier ein Gusto-Blog sind widmen wir uns (fast) ausschließlich dem Einsatz der Zwiebel in der Küche. Und gerade da sind Zwiebeln überhaupt nicht weg zu denken, außer vielleicht in der Backstube. Neben den (gängigsten) Zwiebelarten haben wir für euch Tipps für´s Zwiebelschneiden, worauf Ihr achten sollt beim Zwiebelkauf, wie man Zwiebel am besten aufbewahrt und natürlich ein voi leckeres Zwiebelgericht: die klassische Zwiebelsuppe.

Die bekanntesten Zwiebelarten

Die Zwiebel

Im Bild rechts seht ihr die vier bei uns bekanntesten Zwiebelarten. Das wäre also die Speisezwiebel, die Rote Zwiebel und Weiße Zwiebel sowie die Frühlingszwiebel.

  • Speisezwiebel – Sie kann man locker als die „Mutter aller Zwiebeln“ bezeichnen. Allein der Anbau von Ihr beträgt etwa 8% aller Gemüsearten in Deutschland. Damit liegt die Speisezwiebel auf Platz 2 hinter den Tomaten. Unsere Speisezwiebel hat eine braune Schale und ist mittel- bis sehr scharf. Der Geschmack ist sehr intensiv und leicht süsslich.
  • Rote Zwiebel – Charakteristisch für Rote Zwiebeln ist natürlich die rot gefärbte Schale/Schichten. Sie ist um einiges milder im Geschmack als die Speisezwiebel und so auch im rohen Zustand ein Genuss. Perfekt also für kalte Gerichte wie etwa den Wurstsalat oder für die Garnierung von Gerichten.
  • Weiße Zwiebel – Geschmacklich der Roten Zwiebel sehr ähnlich und vor allem in Südeuropa sehr beliebt. Aber auch bei uns wird die weiße Zwiebel immer beliebter, schon allein wegen der schneeweißen Farbe.
  • Frühlingszwiebel – Die Frühlingszwiebeln sind tatsächlich „Verwandte“ der Speisezwiebel obwohl sie doch eher Lauch ähneln. Deswegen nennt man Frühlingszwiebeln auch oft Lauchzwiebeln. Verwendung finden die Frühlingszwiebeln meistens in der „Kalten Küche“, zum Beispiel für Salate und andere kalte Speißen.

Gute Zwiebel – Schlechte Zwiebel

Beim Einkauf von Zwiebeln sollten Sie besonders darauf achten das diese schön hart und nicht matschig sind. Greifen Sie die Zwiebeln beim Kauf also ruhig an und testen Sie den Härtegrad. Die Farbe der äußersten Zwiebelschale sollte zudem von gleichmäßiger Farbgebung sein mit einem schönen mattem Glanz. Fleckige und/oder gar schrumpelige Zwiebeln sollte man besser nicht in den Einkaufskorb legen.

Angeber sind wie Zwiebeln: Man entfernt Schale um Schale und was übrig bleibt ist zum weinen!
(Webfund – unbekannter Verfasser)

Tipps zum Zwiebelschneiden

Tipps zum Zwiebelschneiden ohne TränenJa das Zwiebelschneiden gehört mit Sicherheit nicht zu der beliebtesten Küchenarbeit. Grund dafür sind die schwefelhaltigen Gase welche Zwiebel beim Schneiden abgeben. Diese verursachen ein unangenehmes Brennen in den Augen was meist auch viele Tränen zur Folge hat. Wie kann man das vermeiden? Hier unsere 5 Tricks zum Zwiebelschneiden.

  1. Man sollte stets ein sehr scharfes Messer zum Zwiebelschneiden verwenden. Denn umso schärfer das Messer desto glatter der Schnitt. Damit werden weniger Zellen verletzt welche schließlich die Gase abgeben.
  2. Die Zwiebel unter fließendem, kalten Wasser schälen. Am besten auch das Schneidebrett, sofern aus Holz, gut nass machen.
  3. Während des Zwiebelschneidens nicht durch die Nase sondern durch den Mund atmen. Viele schwören sogar auch auf eine Nasenklammer beim Zwiebelschnitt.
  4. Beim Schneiden von Zwiebeln das Küchenfenster öffnen damit die Gase schnell abziehen können. Dunstabzugshaube einschalten beim Zwiebel schneiden ist definitiv auch nicht verkehrt
  5. Eine Taucherbrille aufsetzen. 🙂 Da weint keiner mehr. Besonders zu empfehlen wenn man eine sehr große Menge an Zwiebeln schneiden muss.

Unser Rezeptvorschlag: Eine klassische Zwiebelsuppe

Zwiebelsuppe

Das vielleicht bekannteste Zwiebelgericht überhaupt ist die klassische Zwiebelsuppe. Hier das Rezept dazu was jeder wirklich ganz einfach nachkochen kann. Also Zwiebelsuppe nur im Notfall aus der „Tüte“ kaufen. Lieber selber machen, und zwar so:

Klassische Zwiebelsuppe

Zutaten für 4 Personen (als Vorspeise):

  • 500g Zwiebeln (Speise- oder Gemüsezwiebeln)
  • 2 Esslöfel Butter
  • 1 Esslöfel Olivenöl
  • 1,5 Esslöffel Mehl
  • 1 Liter Fleischbrühe
  • 2 Knoblauchzehen
  • 8 Scheiben Baguettebrot
  • etwa 100g frisch geriebener Greyerzer Käse

Erst die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden, dabei die Butter in einem Topf zerlassen. Die Zwiebel dann zu der Butter geben und etwa 15 Minuten bei mittlerer Stufe dünsten. Dabei immer wieder umrühren.

Jetzt das Mehl drüber steuen, einrühren und warten bis alles Goldgelb ist. Dann die Brühe aufgiessen und erst jetzt aufkochen. Das Ganze nun etwa 10 Minuten dahin köcheln lassen. Während des Kochens schon mal den Backofen vorheizen auf 220 Grad (Umluft – bei Ober/Unterhitze sogar auf 250 Grad).

Die Zwiebelsuppe nun in hitzebeständige Suppentassen (oder Teller) füllen. Die Baguettbrotscheiben mit geriebenen Knoblauch bestreichen und auf die Suppe legen. Dann noch ordentlich Käse drauf streuen und für etwa 5 Minuten in den vorgeheitzten Backofen. Fertig.

Très francais und VOI Lecker so eine klassische Zwiebelsuppe.
Viel Spaß beim (Nach-)Kochen mit der wunderbaren Knolle – die Zwiebel!

Zwiebeln richtig aufbewahren

Auf keinen Fall Zwiebeln luftdicht in Plastik verpacken. Zwiebeln brauchen Luft sonst fangen sie schnell zum schimmeln an. Der perfekte Aufbewahrungsort für Zwiebel ist ein trockener, kühler, luftiger und dunkler Raum. Speisezwiebel und Weiße Zwiebel halten so locker auch mal bis zu 6 Monate. Die roten Zwiebeln und natürlich auch die Frühlingszwiebel machen dagegen viel früher schlapp. Sie sollte man im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren und innerhalb einer Woche aufbrauchen (Rote Zwiebeln 2-3 Wochen).

 

 

1 Antwort
  1. BulettenKing1972
    BulettenKing1972 says:

    Wirklich ein toller Bericht über die Zwiebel. Überhaupt ein schön aufgemachter Blog – gefällt mir wirklich sehr. Zu dem Rezept hab ich noch ne kleine Anmerkung: Ich mach es immer so das ich die Brotscheiben (nehm übrigens immer dunkles Brot) schon vorher anröste, also toaste. Erst dann geb ich die in die Zwiebelsuppe, also unmittelbar vor dem Servieren. Den Käse mach ich ebenfalls erst kurz davor direkt in die Suppe. Aber so wie von euch beschrieben werd ich das definitiv auch mal versuchen.
    Macht weiter so.

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