Weizengras ist gesund – Aber schmeckt es auch?

WeizengrasWeizengras (lat.: Tricitum aestivum) darf durchaus als ein gesunder Tausendsassa bezeichnet werden. Veganer etwa schwören auf den hohen Eiweißanteil, sein Gehalt an Vitamin B12 könnte vorbeugend gegen Krebs wirken und nachgewiesen ist längst, dass Weizengras frei von Gluten ist. Und das ist noch lange nicht alles, denn Weizengras steckt voller hochkonzentrierter Vitamine, Enzyme, Aminosäuren, Spurenelemente und Mineralstoffe.

Weizengras – Positive Eigenschaften überwiegen

Streng genommen handelt es sich beim volkstümlich genannten Weizengras um die jungen Keimlinge der Pflanze. Als Nahrungsergänzungsmittel in Saft-Form eingenommen, trägt es unter anderem zur Gesunderhaltung der Zähne bei, wirkt regulierend auf Blutdruck und Cholesterinspiegel, hilft gegen Erschöpfungszustände, Geschwüre und bei Hautproblemen, kann das Ergrauen von Haaren verlangsamen und Gifte, die sich im Darm ablagern, binden. Regelmäßig eingenommen, entfaltet der Trank eine stärkende Wirkung auf das körpereigene Immunsystem, während Weizengrassaft in Amerika verwendet wird, um Nebenwirkungen einer Chemotherapie im Zusammenhang mit Krebserkranken zu lindern.

Der Eigenanbau von Weizengras

Eigenanbau von WeizengrasSelbst Weizengras anzubauen ist ein Beitrag für die eigene Gesundheit. Verwendung finden dabei spezielle Keimschalen oder mehrstufige Keimgeräte. Am besten geeignet ist hochwertiges Saatgut aus biologischem Anbau mit vielen natürlichen Mineralstoffen (siehe dazu Weizenkeimöl). Im ersten Schritt müssen die Keimlinge in reichlich Wasser etwa sechs Stunden eingeweicht werden, danach in einem Sieb abtropfen und etwa eine Woche lang in einem dunklen Raum lagern. Dabei wird die Saat zwei Mal täglich mittels einer Gießkanne befeuchtet, das Wasser muss wieder abtropfen können. Zur Vorbereitung der Keimschale wird deren Boden mit angereicherter Erde etwa einen Zentimeter hoch gefüllt, leicht (!) gewässert und vorsichtig etwas festgedrückt. Die vorgezogenen Keimlinge möglichst nebeneinander auf der lockeren Erde platzieren, sie müssen vollständigen Kontakt zur Erde aufbauen. Die Keimschale benötigt nun wieder eine dunkle Umgebung und die Keimlinge müssen im Abstand von ein oder zwei Tagen mit Wasser angefeuchtet werden. Ist das Weizengras zwei bis drei Zentimeter hoch gewachsen, fördert ein heller, sonniger Platz und regelmäßige Feuchtigkeitszugabe das weitere Wachstum. Um Weizengrassaft herzustellen, sollte das Gras eine Höhe von etwa 25 Zentimetern erreicht haben.

So wird Weizengrassaft zur Vitaminbombe

Smoothie aus WeizengrasWeizengrassaft gilt als „konzentrierter Sonnenschein“. Ein spezieller Entsafter für Weizengras ist im Fachhandel zu finden und ebenfalls problemlos in der Anwendung. Als optimal und schonend wird die manuelle Entsaftung mittels Handkurbel oder ein spezieller Slow Juicer empfohlen, um möglichst wenig Saftverlust zu haben und sämtliche Nährstoffe und Vitamine zu erhalten.

Obwohl die Haltbarkeit des frischen Weizengrassaftes im Kühlschrank mit bis zu zwei Tagen angegeben wird, sollte der Saft möglichst frisch verwendet oder getrunken werden. Erstmals getrunken, wird der Eigengeschmack des Saftes überraschen, der durchaus gewöhnungsbedürftig ist, von manchen sogar als „schmeckt wie Wiese“ beschrieben wird. Abhilfe schafft zum Beispiel ein entsafteter und mit dem Weizengrassaft vermischter Apfel. Zuviel Weizengrassaft aber sollte es zu Beginn nicht sein. Besser sind kleine Mengen, da der einsetzende Entgiftungsprozess im Körper ansonsten zu schnell beginnt und dieser mit Unwohlsein reagieren könnte.

Prinzipiell entsteht die gesundheitsfördernde Wirkung jedoch durch das im Saft angereicherte Chlorophyll in Verbindung mit wichtigen Vitaminen, Enzymen und Antioxidantien. Alleine der Proteingehalt liegt anteilig bei rund 21 Prozent. Weitere überraschende Tatsachen über Weizengras:

  • 60 mal mehr Vitamin C als in Orangen
  • gegenüber Rohmilch rund 11 mal höhere Calzium- und 30 mal höhere Vitaminanteile an Vitamin B1
  • Der Anteil von Vitamin E übersteigt jenen von Spinat um 50 mal, der Anteil von Magnesium gegenüber Bananen ist fünffach höher

Weizengras als kulinarisches Highlight

Smoothies und Weizengras sind ein unschlagbares Team. Zur gesunden Variante gehören Orangen, Banane und Limette. Im Verbund mit Karotten, Staudensellerie, Petersilie, Rübe und Sprossen wird daraus der „Reine-Veggie-Freude“-Drink, für einen Aprikosen-Lucuma Smoothie gehören Orangensaft, entkernte Aprikosen, Datteln, Leinsamen, Kürbiskerne, Lucuma-Pulver und Leinöl ins Glas. Ein anderes Highlight aber wäre ein munter machendes „Guten-Morgen-Müsli“ aus gemischtem Trockenobst, Orangensaft, Birnen, Äpfeln, Weintrauben, gehackten Nüssen, Dickmilch, Honig, Sanddorn-Mark und geschroteten Weizen-Keimlingen.

So lecker kann ein Tag mit Weizengras beginnen!

Bildmaterial: Pixabay

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