Peperoncini – Sehr scharfe, fruchtige Chilis aus den italienischen Kalabrien.

Die meisten Leute denken bei Peperoncini wahrscheinlich an die sauer eingelegten grün-gelben scharfen Schoten, die sich auf italienischen Vorspeisenplatten und Pizzen tummeln. Durch die wachsende Chili-Begeisterung der letzten Jahre ist es mittlerweile jedoch möglich, fantastische getrocknete Paprika und Chilis in getrockneter Form aus Italien zu beziehen, speziell aus Kalabrien. Das warme Klima der gebirgsreichen Region bietet ideale Bedingungen um eine Vielzahl von Varietäten zu kultivieren. Die meisten tragen schmale, mittelgroße Früchte, die mild bis mittelscharf sind. Sie werden fein oder grob gemahlen oder mitsamt den Kernen zu einer Paste verarbeitet.

Peperoncini

Getrocknete Peperoncini zeichnet ein lebhaftes Zitrusaroma mit süß-sauren Noten aus, gefolgt von milder Schärfe. Sie sind das geschmackliche i-Tüpfelchen für gekochte oder rohe Speisen und ein guter Schärfegeber in Gewürzmischungen, wo sie, grob gemahlen, außerdem für eine interessante Textur sorgen.

Herkunft und Erntesaison

Süd- und Mittelamerika. Anbau in Italien, Griechenland und den USA. Die Früchte der verschiedenen Varietäten bleiben an der Pflanze, bis sie ganz ausgereift sind. Nach der Ernte werden die Schoten aufgefädelt und an einem gut belüfteten Ort zum Trocken aufgehängt.

Wissenswertes über Peperoncini

Wenn Sie ein Glas kalabrische Peperoncini kaufen, enthält es Früchte verschiedener Chiliarten (Alle aus der Familie der Nachtschattengewächse, Solanaceae), die in der bergigen Landschaft der italienischen „Stiefelspitze“ gedeihen. Die größten Anteile bilden die Varietäten Naso di cane („Hundenase“, eine italiensicher Cayenne-Variante), Amando, Sigarette („Zigarette“) und Ciliegia („Kirsche“). Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie Peperoncini nicht mit den milden, sauer eingelegten griechischen Peperoni verwechseln. Die verlässliche Sonne Kalabriens bietet den wärmeliebenden Chilipflanzen ideale klimatische Bedingungen. Die Balkone der Einheimischen sind ab dem Spätsommer voll mit den Strängen (Filas) aufgehängten Chilischoten, die nach dem Trocknen in regionalen Spezialitäten wie der scharfen Streichwurst „Nduja“ landen oder zu feurig-scharfen Gewürzen verarbeitet werden. In der ländlichen Küche Süditaliens werden die Peperoncini knusprig gebraten, in Öl eingelegt und zu einer scharfen Sauce verarbeitet. Sie verfeinern Gemüse- und Fischgerichte genauso wie Pasta und Pizzen und eignen sich auch hervorragend um Öl, Essig oder Sirup zu aromatisieren.

Traditionelle Verwendung

  • Typisch italienisch: Eingelegte Peperonchini
  • Bomba die Calabria (scharfe Gemüsepaste)
  • Chilipaste
  • Arrabbiata (Scharfe Tomatensauce)
  • Gefüllte Peperoncini

Würztipps und harmonische Gewürze:

  • Spinat-Frittata
  • Zitronenrisotto
  • Jerk Chicken
  • Garnelen mit Maisgrütze
  • Gegrillte Sardinen

In Gewürzmischungen passen Peperoncini sehr gut zu: Kreuzkümmel, Fenchelpollen, Knoblauch, Organgenschale und Oregano.

Rezeptideen:

  1. Dünn aufgeschnittene frische Pflaumen mit Peperoncini-Flocken würzen und Ricotta-Toasts damit garnieren.
  2. Beilage zu Brathähnchen: Frische Fenchelstreifen in Olivenöl, Zitronensaft, Kapern und Peperoncini-Flocken marinieren und sautieren.
  3. Gekochte Weiße Bohnen, Olivenöl, frischer Basilikum, weißen Balsamico und Peperoncini-Flocken im Mixer pürieren und als Brotaufstrich, Dip oder Beilage verwenden.

Quelle und Buchtipp

Dieser Artikel stammt aus dem Buch „GEWÜRZE Auswählen – Kombinieren – Schmecken“ vom New Yorker Gewürz-Guru Lior Lev Sercarz.

Dieses 2017 in Deutschland erschienene Fachbuch zum Thema Gewürze ist in unseren Augen eines der besten seiner Art. Können wir also wirklich wärmstens empfehlen.

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Euere Erfahrungen mit Peperoncini?

Habt Ihr schon mal Erfahrungen mit dem Gewürz gemacht? Würde uns sehr freun wenn Ihr uns diese hier kurz mitteilt.
Danke und bis bald.

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