Majoran – Blätter & Blüten mit Oreganoduft und zarter Bitternote

Die Blätter und Blüten von Majoran haben einen Oreganoduft und eine zarte Bitternote. Die Blätter trocknen innerhalb weniger Tage. Man würzt damit Grillfleisch, Fisch oder einen schnellen Tomatensalat. Viele lieben die Kombination aus frisch-säuerlich und zarter Bitternote. Majoran wird häufig mit seinem nahen Verwandten, dem Oregano verwechselt. Sie haben ein ähnliches Geschmacksprofil, aber Majoran hat ein feineres Aroma, eine würzige Süße, die gut zu Gemüse und Saucen passt.

Majoran

Zwar geht durch das Trocknen etwas Intensität verloren, aber er bewahrt seine besten Eigenschaften. Ideal auch zum Grillen, weil die getrockneten Blätter nicht bitter werden, wenn sie ankohlen.

Herkunft und Erntesaison von Majoran

Mittelmeerraum und Vorderasien. Anbau rund ums Mittelmeer, in Russland, Marokko, Nordafrika, Indien, China und USA. Majoran ist eine kleine, buschige, ausdauernde (oder, in kühleren Klimazonen, einjährig) Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). An den aufrechten Stängeln wachsen ovale, graugrüne Blätter. Frische Blätter können die ganze Wachstumsperiode hindurch bis in den Winter hinein geerntet werden. Sollen die Blätter getrocknet werden, pflückt man sie am besten, kurz nachdem die ersten Blütenknospen zu sehen sind. Die duftenden zartlila oder weißen Blüten ziehen Bienen und Schmetterlinge magisch an.

Wissenswertes über Majoran

Majoran kann auf eine lange Geschichte als Küchenkraut zurückblicken. Angeblich haben die Ägypter bereits 1000 vor Christus Majoran kultiviert. Im antiken Griechenland nutze man Ihn als Teekraut und Gewürz und lange Zeit später war er essentielle Zutat beim Bierbrauen, bevor Hopfen ins Spiel kam. Er wächst bis heute im Warmen Klima dieser Regionen. Sein besonderes Aroma mit der zarten Würzigkeit ist in vielen Ländern beliebt und die Pflanze lässt sich auch gut im eigenen Garten kultivieren.

Die ausgedehnte Wachstumsperiode ist von Vorteil, so hat man lange Zeit frische Kräuter zur Hand. Die frischen oder getrockneten Blätter bereichern geschmortes Gemüse, Eintöpfe, Füllungen und mediterrane Fleisch- und Nudelgerichte, sollten aber am besten erst gegen Ende der Garzeit hinzugegeben werden. Eine besondere Tradition hat Majoran als Zutat bei der Wurstherstellung und wird daher auch als Wurstkraut bezeichnet. Die aromatischen Blüten werden ebenfalls als Gewürz genutzt, etwa zu Salat, Geflügel und Käse. Ersetzen Sie in einem Rezept Oregano durch Majoran. Sie werden über den Unterschied staunen.

Traditionelle Verwendung

  • Za`atar (Gewürzmischung) – Naher Osten
  • Hammelbraten – Jordanien / Libanon
  • Krautwurst – Deutschland
  • Kräuter der Provence – Frankreich
  • Schmorkohl – Mitteleuropa

Würztipps und harmonische Gewürze:

  • Calamari-Salat
  • Erbsen-Veloute
  • Lauchgratin
  • Gegrillte Sardinen
  • Geschmorte Lammhüfte

In Gewürzmischungen harmoniert Majoran wunderbar mit: Kreuzkümmel, Paprika, Sumach, Isot-Paprika, gelben Senfkörner

Rezeptideen:

  1. Zu Grillfleisch: Gemahlenen Majoran mit gewürfelten Tomaten, Olivenöl, Knoblauch und Zwiebelwürfel vermengen.
  2. Ziegenfrischkäse mit getrockneten Majoranblättern verrühren und zu frischen Feigen servieren.
  3. Schnelle Tapenade: Gemahlenen Majoran mit fein gehackten grünen Oliven vermengen, mit Zitronensaft würzen.
  4. Selbstgemachter Bergbauern Leberkäse aus dem Thermomix

Quelle und Buchtipp

Dieser Artikel stammt aus dem Buch „GEWÜRZE Auswählen – Kombinieren – Schmecken“ vom New Yorker Gewürz-Guru Lior Lev Sercarz.

Dieses 2017 in Deutschland erschienene Fachbuch zum Thema Gewürze ist in unseren Augen eines der besten seiner Art. Können wir also wirklich wärmstens empfehlen.

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Euere Erfahrungen mit Majoran?

Habt Ihr schon mal Erfahrungen mit dem Gewürz gemacht? Würde uns sehr freun wenn Ihr uns diese hier kurz mitteilt.
Danke und bis bald.

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