Rosmarin – vielseitiges Kraut mit nadelförmigen Blättern

Rosmarin ZweigeRosmarin (Rosmarinus officinalis) ist das Kraut um des es im sechsten Teil unserer VOI-Lecker Kräuterkunde geht. Rosmarin zählt wegen seinem intensiven Geschmack zu den beliebtesten Würzkräutern wenn es im Fleisch, Geflügel oder Fisch geht. Aber auch in sommerlichen Gemüseeintöpfen und in der italienischen Küche ist der Rosmarin häufig anzutreffen.

Herkunft des Rosmarin

Rosmarin gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und stammt aus dem Mittelmeerraum, wo er häufig wild wachsend an den Küsten vorkommt. Rosmarin war schon den alten Griechen und Römern heilig und galt als Glücksbringer und schützt sogar vor bösen Geistern. Naja, zumindest glaubten die das Früher mal. Heute jedenfalls ist der Rosmarin aus der mediterranen Küche nicht mehr wegzudenken.

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Der Rosmarin Strauch kann am Heimatstandort sogar bis zu 2 Meter hoch werden. In nördlichen Breiten bleibt er aber meist deutlich kleiner, da er dort auch nicht ausreichend frosthart ist. Charakteristisch für Rosmarin sind die nadelartigen, auf der Unterseite gräulich behaarten Blätter. Im Frühjahr blüht er mit hellblauen, weißen oder rosa Blüten, die in den Blattachseln sitzen. Die sehr aromatisch duftenden Blätter enthalten viel ätherisches Öl (Rosmarin-Öl), das zu einem großen Teil aus Kampfer besteht. Daneben finden sich schleimlösende Saponine, Gerb- und Bitterstoffe.

Die wichtigsten Rosmarin Sorten sind „Blauer Toskaner“ und „Benenden Blue“, welche kräftig blaue Blüten haben. Die Sorte „Majorcan Pink“ blüht dagegen, wie der Name schon vermuten lässt, rosa. „Albiflorus“ weiß.

Würtzipps und harmonische Gewürze

  • Käsemuffins
  • Prosecco-Cocktail
  • Gerösteter Topinambur
  • Chicken Wings
  • Karottenkuchen

In Gewürzmischungen passt Rosmarin sehr gut zu: Pfeffer, Cayennepfeffer, Selleriesaat, Mohn, Gelber Senfsaat

Rosmarin Kultur

Aufgrund seiner mediterranen Herkunft liebt es Rosmarin sehr warm und sonnig. Ein humusreicher, sandiger und wasserdurchlässiger Boden ist ihm am liebsten. Wenn man schnell ernten will kauft man am besten bereits im Frühjahr eine Pflanze. Da Rosmarin meistens nicht frosthart ist, kann man ihn auch in einem hübschen Gefäß kultivieren. In wärmeren Gebieten kann er an einem geschützten Platz ausgepflanzt werden, sollte aber im Winter abgedeckt werden. Der Rosmarin Strauch verträgt Trockenheit viel besser als zu viel Nässe, ansonsten aber ist er sehr pflegeleicht. Im Sommer geschnittene Stecklinge bewurzeln rasch. Im Winter steht er hell, bei 5 bis 10 Grad, und wird nur sehr wenig gegossen. Im Frühjahr ist dann ein Rückschnitt angebracht.

Blätter und Triebspitzen des Rosmarins kann man das ganze Jahr über ernten und frisch verarbeiten. Man kann die Triebe aber auch gut trocknen, denn er behält auch dann sein Aroma. Rosmarin ist so auch optimal als Gewürz einsetzbar. Schneiden sollte man die Pflanze behutsam, damit sie nicht zu viel von ihrer Schönheit verliert.

Der Rezept-Tipp: Rosmarin Kartoffeln

Dafür nimmt man am besten junge, kleine Kartoffeln, die zunächst gut gereinigt werden. Man gibt sie zusammen mit ganzen, ungeschälten Knoblauchzehen, frischen Rosmarinzweigen und einigen zerdrückten, schwarzen Pfefferkörnen in einen Bräter oder eine Auflaufform. Die Mischung noch mit Meersalz bestreuen und mit etwas Olivenöl Übergießen und dann für 1,5-2 Stunden bei 170 Grad in den Backofen damit. Hin und wieder sollte man die Kartoffeln dabei wenden. Rosmarin Kartoffeln passen hervorragend zu Grillfleisch, schmeckt aber auch so voll lecker mit einem guten Dip.

Rosmarin Kartoffeln

Verwendung von Rosmarin

  • Kräuterküche – Wegen des intensiven Geschmacks reicht häufig nur eine Spur um Fleisch, Geflügel oder Fisch zu würzen. Auch an sommerliche Gemüseeintöpfe gehört das Gewürz unbedingt und auf die Pizza passt er sowieso. Mit ihm lässt sich auch leicht ein Kräuteröl, und –essig ansetzen. Einfach einen Zweig einige Tage in der Flüssigkeit ziehen lassen und dann entfernen. Tipp: So ein Rosmarin-Essig passt wunderbar für einen mediterranen Salat.
  • Heilwirkung – Rosmarin fördert die Verdauung genauso wie die Durchblutung. Wegen dieser Eigenschaft wird er als Basis von Rheumasalben genutzt. Das Kraut wirkt zudem anregend und stärkt die Nerven.
  • Kosmetik – Das wertvolle Rosmarinöl ist Grundlage von vielen Parfums und Kosmetika. Als Badezusatz ist er stark anregend. Dazu werden 50g Blätter und 1 Liter Wasser erhitzt, 30 Minuten ziehen gelassen, abgeseiht und ins Badewasser gegeben.
  • Zierwert – Rosmarin ist eine herrliche duftende Kübelpflanze, die unbedingt in die Nähe des Sitzplatzes gehört.

Rosmarin Öl

Quelle: Dumonts Kleines Kräuter Lexikon

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