Kräuterkunde Teil 03 – Petersilie (Petroselinum crispum)

PetersiliePetersilie ist das Thema des dritten Teils unserer Kräuterkunde Serie. Petersilie gehört zu der Familie der Doldenblütler und hat seinen Ursprung im südlichen Europa, ist aber schon früh über die Alpen in das nördliche Europa gelangt.

Bereits die alten Römer und Griechen waren von der Heil- und Würzkraft des Petersilien Krauts begeistert. Zwischenzeitlich geriet es zwar etwas in Vergessenheit, aber im 15. Jahrhundert wurde Petersilie wieder für die heimischen Küchen entdeckt.

Merkmale und Sorten der Petersilie

Petersilie ist zweijährig, bildet also im ersten Jahr Wurzeln und Blattrosette und im Sommer darauf einen bis 60cm hohen Blütenstängel mit gelblich grünen Blütendolden. Sobald die Samen heranreifen, wachsen kaum noch Blätter nach. Wurzeln und Blätter zeichnen sich durch einen hohen Vitamin C Gehalt aus. Ferner enthalten sie wichtige Mineralien wie Kalzium, Eisen und ätherisches Öl. Die Samen sind besonders reich an Petersilienkampfer.

Blattpetersilie gibt es mit krausen und glatten Blättern, wobei letztere etwas würziger schmeckt. Bekannte krause Sorten sind zum Beispiel „Mooskrause“, „Smaragd“ oder „Grüne Perle“. Stark gekrauste Blätter hat die Petersilien SorteGreen River“, sie ist sehr robust und kältetolerant. Glatte Blätter hat unter anderem die bekannte Sorte „Gigante d`Italiano“.

Der beste Standort für Petersilie
Der Standort kann sonnig bis halbschattig sein. Für einen guten Ertrag ist ein nährstoffreicher, tiefgründiger und ausreichend feuchter Boden sehr wichtig.

Verwandte Arten

Die Wurzelpetersilie, auch Petersilienwurzel genannt. Bei Ihr werden neben den Blättern vor allem die fleischigen Wurzeln genutzt.

Petersilie Kultur

Blattpetersilie kann schon ab Mitte März direkt ins Beet gesät werden, am besten in Reihen mit 15-20cm Abstand. Durch Folgesaaten bis zum Sommer sichert man sich eine laufende Ernte. Bei Wurzelpetersilie wartet man noch etwa 4 Wochen, bis der Boden wärmer ist. Da es mehrere Wochen dauert, bis die Samen keimen, kann man das Saatgut mit Radieschensamen mischen. Diese keimen viel schneller und so verliert man seine Petersilie nicht aus den Augen. Samen und Pflanzen müssen immer gut feucht gehalten werden, vertragen aber keine Staunässe. Spät ausgesäte Petersilie bleibt auch im Winter grün, wenn man sie mit Folie oder Reisig abdeckt. Man kann Petersilie aber auch in Töpfen auf der Fensterbank oder im Küchen Kräutergarten kultivieren. Genauso wie beim Schnittlauch und Basilikum.

Wichtiger Hinweis
Isoliertes Petersilienöl kann Leber und Nieren schädigen. Da es abtreibend wirkt, verzichten Schwangere besser auf die Einnahme von Petersilientee und -öl. In Blättern und Wurzeln sind jedoch nur geringe mengen Mengen enthalten.

Petersilien Bund auf Holzbrett

Verwendung von Petersilie

  • Kräuterküche – Die Blätter verwendet man zum Würzen von Suppen, Soßen und Eierspeisen oder streut sie über Kartoffeln, Gemüsegerichte und Salate (Wurstsalat). Kräuterquark und Kräuterbutter mit Petersilie sind ebenfalls sehr lecker. Meist gibt man das frische Kraut erst kurz vor dem Servieren dazu, da es beim Mitkochen schnell Vitamine verliert. Die Petersilienwurzel kann man in Suppen und Eintöpfen mitkochen.
  • Heilwirkung – Petersilie spendet reichlich Vitamin C. Sie wirkt blutreinigend und harntreibend und unterstützt die Blutbildung.
  • Kosmetik – Petersilienöl wird bei der Herstellung von Parfums verwendet. Frischer Petersiliensaft wirkt entzündungshemmend, mit ihm kann man unreine Haut abtupfen.
  • Zierwert – Besonders die krause Petersilie macht in Terrakottatöpfen auf Balkon und Terrasse eine sehr gute Figur.

Der besondere Petersilie-Tipp

Ein klärendes Gesichtswasser für unreine Haut – Dazu überbrüht man 2 Esslöffel klein gehackte Petersilie mit 1 Tasse Pfefferminztee und lässt diese 30 Minuten abgedeckt ziehen. Dann seiht man die Flüssigkeit ab und trägt das Gesichtswasser mit einem Wattebausch auf die gereinigte Haut auf.

 

Quelle: DUMONTS Kleines Kräuter Lexikon

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